Viele Blogger und Internetseitenbesitzer träumen davon, mit Ihrem Web-Auftritt richtig Geld zu verdienen - dass das funktionieren kann, wissen sie - aber wie und was muss man beachten? Vor allem „Jung-Bloggern“ und „Einsteigern“ möchten wir heute ein paar Tipps geben wie das geht. Dazu haben wir uns mit unserem Ideentower-Mitinitiator Christopher Meil getroffen, der zusammen mit Vladimir Somvic kürzlich das Buch “Geld 2.0“ veröffentlicht hat.
Christopher Meil ist Diplom-Betriebswirt, Marketing- und Onlinespezialist und aktuell Produktmanager bei Digital Revolution Technology GmbH im Bereich Website-Testing & Optimierung.
Ideentower: Lieber Christopher, danke dass Du dich bereit erklärt hast, unsere Fragen zu beantworten. Du hast zusammen mit Vladimir Simovic (aka Perun) ein Buch über das Geld verdienen im Internet geschrieben. Wie kam es dazu?
Christopher: Vladimir berichtete mir bei einem Treffen von seiner Buchidee zu diesem Thema und zeigte mir sein ausgearbeitetes Inhaltsverzeichnis. Da ich wusste, dass Vladimir schon selbst viele Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt hatte und mittlerweile annehmliche Verdienste mit seinen Webprojekten vorweisen konnte, war ich von Anfang an von der Praxistauglichkeit überzeugt. Das Thema faszinierte mich direkt und gemeinsam haben wir dann das Konzept weiter vertieft, verfeinert und anschließend in Buchform gegossen. Was mich bei meinen Recherchen immer wieder erstaunte war, dass es bis dato für viele Bereiche noch keinerlei Literatur oder ausführliche Beschreibungen gab wie z.B. für das Amazon-Partnerprogramm. Somit betraten wir häufig Neuland mit unseren Beschreibungen und das machte die ganze Sache nochmals spannender und interessanter.
Ideentower: Ihr habt ja ein komplettes Kapitel „Stimmen aus der Praxis“ gewidmet, mit Experteninterviews unter anderem auch mit A-Blogger Robert Basic. Wie wichtig war Euch das?
Christopher: Unser Ziel war es mit den Interviews praxisnah die unterschiedlichen Aspekte des Geldverdienens im Netz zu beleuchten. Angefangen von Rechtsanwalt Arne Trautmann über Verdienst-Programmanbieter wie Andreas Ambruster von teliad bis hin zu Robert Basic haben wir eine möglichst große Bandbreite an Praxisstimmen eingefangen. Der letztgenannte hat mit seinen Verdienstumfragen entscheidende Basisarbeit zum Thema Geldverdienen im Netz geleistet. Aktuell sorgte Robert Basic mit der Versteigerung seines Blogs in ebay ja für ordentlich Furore in diesem Thema. Selbst die klassischen großen Medienplayer wie ZDF oder Zeit berichten über seine Aktion.
Ideentower: Was lernen die Leser Eures Buches und wie schnell können Sie die Tipps umsetzen?
Christopher: Zusammengefasst kann man grob sagen, dass wir uns auf zwei Aspekte konzentrieren:
- Instrumente und Mechanismen: Wir beschreiben alle aus unserer Sicht relevanten, seriösen und derzeit verfügbaren Mechanismen und Instrumente zum Geldverdienen im Netz. Hinzu kommen hierbei viele Praxisbeispiele, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sowie die eigenen, als auch Erfahrungen anderer mit diesen Tools.
- Basis-Wissen und Praxisempfehlungen: Um das nötige Basiswissen zu vermitteln beantworten wir ausführlich Fragenstellungen wie z.B. „Worauf sollte ich beim Geldverdienen mit dem eigenen Webprojekt achten?“ oder „Was sollte ich nicht tun?“. Wer mit den vorgestellten Möglichkeiten aktiv werden möchte oder bereits aktiv ist, dem geben wir Empfehlungen für den Start und die Optimierung der eigenen Verdienstprojekte an die Hand.
Wir haben alle Bereich so aufbereitet, dass man damit aufgrund der vielen Schritt-für-Schritt-Anleitungen direkt nach der Lektüre loslegen kann.
Ideentower: Was kann ein Blogger so im Schnitt verdienen und worauf muss er besonders achten, wenn er mit seiner Internetseite Geld verdienen will?
Christopher: Die vorgehend erwähnten Verdienstumfragen von Robert Basic brachten zu Tage, dass der durchschnittliche Blogger 163 Euro im Monat verdient (basierend auf der Erstumfrage von Januar 2007). Allerdings ist dies eben ein Durchschnittswert und die Verteilung ist grob gesagt so, dass 80% zu den geringeren Verdienern von 1 bis 500 Euro im Monat gehören und die restlichen 20% auf die Gruppe derer fällt, die zu den Top-Verdienern gehören mit mehr als 500 bis 10.000 Euro im Monat. Das deckt sich auch mit unseren eigenen Erfahrungen, man kann mit je nach Engagement damit ein nettes Zubrot verdienen, davon zu leben wird aber eher schwer.
Wer mit dem Geldverdienen im Internet startet, sollte Geduld mitbringen und darauf achten nicht gleich von Beginn an alle verfügbaren Instrumente einzusetzen. Letztendlich gibt es eine ganz klare Verbindung zwischen der Höhe der Zugriffe und der Höhe der Verdienste. Deshalb ist es wichtig, sich weiterhin auf guten Inhalt zu konzentrieren und damit das Angebot für seine Besucher attraktiv zu halten und weiter auszubauen. Am besten ist es mit einem oder zwei Instrumenten zu starten und erste Erfahrungen zu sammeln. Daneben sollte man sich gerade vor dem Start mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vertraut wie z.B. Trennungsgebot von redaktionellem Inhalt und Werbung oder dem Nachweis von Verdiensten gegenüber dem Finanzamt.
Ideentower: Was waren große Herausforderungen oder worin lagen die Schwierigkeiten, dieses Buch zu schreiben?
Christopher: Die Herausforderung war besonders die Vielzahl der Möglichkeiten zusammenzutragen und seriöse, sowie sinnvolle Tools und Verdienstinstrumente herauszuarbeiten. Es gibt leider auch beim Geldverdienen im Netz Schattenseiten wie Strukturvertriebssysteme oder grenzwertige Angebote wie z.B. die ganzen Paid4-Programme. Uns war es wichtig, dass die vorgestellte Dinge auch in der Praxis tatsächlich im Einsatz sind und hier gute Erfahrungen bestehen. Deshalb habe wir auch manche Möglichkeiten wie z.B. Skype Prime nicht mit ins Buch aufgenommen, da wir hier in Deutschland Niemanden recherchieren konnten, der damit erfolgreich Geld verdient.
Vielen Dank für das interessante Interview - der Ideentower wünscht Dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg beim Verkauf Eures Buches.
Mehr Informationen über Christopher Meil erfahren Sie in seinem Xing Profil und auf seiner Website.
Das Buch, worüber das wir gesprochen haben, gibt es hier zu bestellen: Geld 2.0 - Geld verdienen im Web 2.0
Ideentower
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