Was tun Megakonzerne, wenn sie – vorsichtig ausgedrückt – ein leichtes Image-Problem haben? Genau: etwas Gutes, Sinnvolles, Nützliches. Etwas, das der Welt hilft. Einen aktuellen Nachweis, dass wahrhaftige Klimahilfe und PR-technische Selbsthilfe Hand in Hand gehen können, liefern derzeit die Multis Siemens (Schmiergeldaffäre) und E.ON (am Pranger wegen anhaltend rasender Preissteigerungen) mit einem ambitionierten Öko-Projekt: der Bau eines riesigen Offshore-Windparks in Dänemark, namens Roedsand II. Die Unternehmen investieren nach eigenen Angaben über 275 Mio. EURO, insgesamt sollen nicht weniger als 90 Windenergieanlagen entstehen. Das Projekt wäre damit einer der weltweit größten Offshore-Windparks. Gebaut werden soll ab 2010, nach Angaben der beiden Multis sollen jährlich um die 700.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Das Projekt ist ein weiteres Signal dafür, dass – behutsam, dennoch beharrlich – erneuerbare Energien auf dem Vormarsch sind. Ende 2007 hatte Windenergie hierzulande einen Anteil von gut 7% (Quelle: Bundesverband Windenergie) am gesamten Stromverbrauch – Tendenz steigend. Die Entwicklung befeuern könnten künftig sinkende – besser gesagt noch wettbewerbsfähigerer – Preise für alternative Energie. Dann hätte jeder etwas davon: Klima, Unternehmen – und Verbraucher. Win-Win auf hoher See.
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www.powergeneration.siemens.com
www.siemens.de/energy
www.wind-energie.de
Ideentower
selten so gedacht





So lange solche Konzerne hintenrum das hundertfache zerstören machen solche Aktionen keinen Sinn und sind nahe am Greenwashing.
Groß auf einem ach so tollen Windpark herumreiten und hintenrum für den Erhalt der Atomkraft mit ihren gigantischen Umweltzerstörungen gerade beim Uranabbau kämpfen, passt halt irgendwie nicht zusammen.
Aber ganz so dumm sind die Verbraucher mittlerweile doch nicht mehr.
Gerhard Zirkel
Kommentiert von: Gerhard Zirkel | Donnerstag, 25 Dezember 2008 um 14:21
...und woher weiss ich jetzt, dass es sich nicht wieder um eine billige Greenwashing-Aktion handelt?
Kommentiert von: Pokerheuschrecke | Dienstag, 23 Dezember 2008 um 13:06