SUV: „Super Unbeliebtes Verkehrsmittel“?
Welches Fahrzeug ist im Stadtverkehr noch unpraktischer und unnützer als ein Muldenkipper? Genau: ein SUV. Das Kürzel steht für „Sport Utility Vehicle“. Hinter ihm scharen sich so sympathische, dezente Kraftfahrzeuge wie der Audi Q7, der Porsche Cayenne oder der Touareg von VW. Die panzerähnlichen Karossen mit dem Blick eines übel gelaunten Nashorns sind die Statussymbole der urbanen upper class von heute.
Männliche Besitzer gleichen damit nicht selten fehlende Zentimeter aus. Weibliche fahren damit gerne zum einkaufen in den Bio-Supermarkt. Für beides braucht der Mensch unbedingt Allradabtrieb, 350PS und einen Stoßfänger aus Edelstahl. Die SUVs boomen, sehr zum Leidwesen hilf- und wehrloser Kompaktklassefahrer, Fußgänger (haben im Falle eines Aufpralls schlechte Karten) und Umweltaktivisten: manch ein Panzerauto säuft an die 20 Liter Sprit auf 100 km.
Doch scheint die Zeit des stillen Hasses, der inneren, lautlosen Aggression, die sich beim Anblick der brachialen Monster-Karren bei manch einem einstellt, vorüber. In Wien entladen seit einiger Zeit Aktivisten wie die der Vereinigung „resistanceforpeace“ ihren Unmut gegen die tonnenschweren Blechberge ziemlich unverblümt. Fahrer sehen sich kritischen Fragen ausgesetzt (sanfte Variante), manche SUV-Frontscheibe wird zugekleistert mit Plakaten, auf denen eindeutige Botschaften stehen (Variante für Fortgeschrittene SUV-Hasser).
Hierzulande geht’s vereinzelt sogar noch etwas undiplomatischer zu. So sollen die Reifen der Panzer-PkWs bisweilen Opfer hinterhältiger Messerattacken sein. Was erstens blöd, zweitens zu verurteilen und drittens obendrein noch kontraproduktiv für die Umwelt ist. Denn dann müssen die Schlitten abgeschleppt werden von einem – meist Rußpartikelfilter-freien LKW des ADAC.
Quo vadis also SUV? Wie es mit den XXL-Autos, die so gar nicht in den neuen grünen Zeitgeist passen wollen, weitergeht, ist derzeit kaum absehbar. Gleiches gilt aber auch für aufkeimende Gegenbewegungen, siehe Wien. Steigende Spritpreise jedenfalls werden auf absehbare kaum zu einer Trendwende führen. Sie bringen zwar den Durchschnittsautofahrer auf die Palme und in Zahlungsschwierigkeiten. Und Politiker ins Fernsehen.
Aber noch lange nicht SUV-Fahrer aus der Ruhe. Für sie ist nämlich ein Tankstopp im Wert von 150 Euro überhaupt kein Problem. Wohl dem also, der mit Fahrrad und gutem grünen Gewissen ins Büro fahren kann. Es sein denn, er wird von einem Touareg gerammt. Aber auch dann hilft SUV. Als Spezielle Unfall Versicherung.
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Ideentower
selten so gedacht





Kann mich meinem Vorkommentierer nur anschließen. selten so einen peinlichen artikel gelesen. "fehlende Zentimeter", selten so gelacht. naja, wenigstens habe ich nun endlich das fehlende Wassertropfen - argument, diese blöog aus meinen favoriten zu werfen. Das ertrage ich echt nicht mehr.
... also, nochmal peinlich peinlich....
ach ja, ich fahre prius. aber nur so.
Kommentiert von: stefan | Mittwoch, 13 August 2008 at 10:21
Was ist das denn für ein Artikel??? Ich bin sicher nicht Leser Ihres (sehr interessanten) Blogs geworden um Ihre persönliche Meinung zu SUV's kennenzulernen.
Ich wäre dankbar, wenn Sie weiter über tolle Ideen und Innovationen berichten würden anstatt Ihren moralischen, grünen Finger zu längst abgelutschten Themen zu heben.
Freundliche Grüsse aus Zürich
PS. Ich bin kein SUV-Fahrer.
Kommentiert von: Suisse | Mittwoch, 13 August 2008 at 08:46