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Mittwoch, 31 Oktober 2007

Update: Kölner Bürgerhaushalt - Der Kampf um Stimmen startet

Ideentower berichtete gestern über den Kölner Bürgerhaushalt, der u.a. durch die Ideenplattform zu Ausgaben- und Sparideen der Bürger aufruft. Bisher läuft das Projekt sehr gut an, viele Ideen sind eingestellt, bewertet und diskutiert worden. Im Moment hat die Plattform zwei Probleme, die es noch kreativ zu lösen gibt. Die Probleme die diese Plattform hat, sind mit den Problemen die Ideenplattformen in Unternehmen haben identisch (Bezirke sind dort Abteilungen bzw. Bereiche).

  1. Nutzer stellen lieber neue Ideen ein, anstatt (verständlicherweise) erst 100erte durchzuforsten um dann diese zu unterstützen. Die Moderatoren haben hier vor, die Ideen im Nachhinein zu gruppieren und die einzelnen Stimmen zusammenzuzählen. Hier könnten auch die Nutzer dazu aufgerufen werden, gleiche Ideen zu "verketten".
  2. Welche Ideen werden im Anschluß gefördert? Vorgesehen ist im Moment, daß die 100 Ideen je Kategorie mit den meisten Stimmen (Zustimmungen abzüglich Ablehnung = "Nettounterstützung") im Rat diskutiert werden. Dies macht aus folgenden Gründen keinen Sinn
    1. Die Anzahl der Stimmen hängt stark von sozio-demographischen Merkmalen eines Stadtteils ab. D.h. in einem jungen Stadtteil mit vielen Studenten, wird die Quote sicherlich höher sein, als in einem Stadtteil mit älteren Bürgern.
    2. Die Anzahl der Stimmen hängt alleine davon ab, wieviele Menschen mobilisiert werden, für eine Idee zu stimmen (bzw. gegen andere Ideen zu stimmen). D.h. nicht die wirklich überzeugendste Idee gewinnt, sondern die, für die am meisten Werbung gemacht worden ist.
    3. Diese Vorgehensweise führt zu einem "Kampf der Bezirke um Geld für wichtige Projekte". D.h. die Nutzer sind clever, wenn diese in ihrem Stadtteil alle Ideen unterstützen und in den anderen Stadtteilen alle ablehnen.

Die Moderatoren der Plattform sagen, es ist ein gewünschter Effekt, andere Personen zu aktivieren. D.h. ich rufe jeden auf, der Ehrenfeld unterstützen möchte, sich hier kurz (email-Adresse genügt) zu registieren und Ehrenfelds Vorschläge zu unterstützen. Vielleicht sehen die Moderatoren durch diese Aktion, wie einfach man Ideen pushen kann.
P.S. Sie müssen nicht in Köln wohnen :-)

Ideentower
innovativ.anders.umgesetzt.

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