Mit der Popularität des iPods wurde auch ein alter Vorwurf gegenüber der portablen Musikspieler wieder laut: Nutzer von mobilen Playern isolieren sich von ihrer Umwelt. Böse Zungen behaupten gar, dass i beim iPod stände für Isolation. Diese Problematik regte den diplomierten, am M.I.T Media Lab tätigen Studenten Noah Vawter zum querdenken an. Ergebnis: Ein Walkman, der aus den augeblicklichen Umweltgeräuschen Musik erzeugt und somit Nutzer um Umwelt aktiv verbindet.
Wie funktioniert der Walkman genau?
Das Umwelt-Musik-Gerät namens Ambient Addition besteht aus zwei Ohrhörern mit integrierten Mikrofonen und Lautsprechern sowie einem kleinem Prozessor-Chip. Die Mikrofone sampeln die augenblicklichen Hintergrundgeräusche aus der Umwelt - wie z.B. pfeiffenden Wind oder einen Presslufthammer - und erzeugen über den Prozessor daraus Musik. So werden zum Beispiel trommelnden Fußtritte oder ein unregelmäßige Husten in Taktmuster umgesetzt und erzeugen im Ergebnis ein stimmiges, langsam wechselndes Harmonie-Set.
Wie hört sich so etwas an?
Beschrieben wird der Sound wie etwas das nach U2 klingt, wenn man die Stimmen wegläßt. Eine schönes Demo-Video auch mit Hörproben findet sich auf der Website von Noah Vawter. Dort gibt es auch ein Paper zu seiner Erfindung.
Quelle:
Die besten Ideen 2006 des New York Times Magazine
Ideentower
innovativ.anders.umgesetzt





Wie bei manchen interessanten Geräten wünscht man sich eine Messe oder einen Verleih zum Ausprobieren. Wo verweilen Träger dieses Walkmans mit ähnlich empfundenen Klangharmonien besonders gern ? Gibt es eine charakteristische Melodie, durch die ein Bekannter seinen Freund aus seiner akustischen Trance wecken könnte ? Vielleicht könnte man tageweise die umgesetzen Klänge einer Kreuzung in den Vorraum eines benachbarten öffentlichen Gebäudes übertragen um Interessenten zu begeistern ? Könnten Musikliebhaber ihre Lieblingsstücke unter dem Gerät auch wiedererkennen ? ...
Kommentiert von: Henry Helm | Samstag, 20 Januar 2007 um 21:45