Worauf beim Kauf von Keramik geachtet werden sollte
Häufig machen sich heute die Konsumenten keine ausführlichen Gedanken über die Herkunft der Produkte, weil man dem Handel im Allgemeinen selbstverständlich vertraut.
Grundsätzlich ist dieses Vertrauen ja auch nicht nur zu kritisieren – aber man hat in den letzten Jahren auch immer wieder von unglaublicher Ausbeutung im Sinne der Kinderarbeit, von menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und von lächerlicher Entlohnung für Bauern in Drittländern gehört. Wir, in der „entwickelten“ Gesellschaft profitieren natürlich von einem billigeren Produkt, fraglich ist jedoch, ob nicht die Moral und die Fairness mit dieser Vorgehensweise auf der Strecke bleiben.
Nichts anderes passiert beim Kauf von Keramik-Objekten, egal ob Teller, Tassen oder Schmuckgegenstände. Die Keramik aus Billiglohnländern ist natürlich günstig, aber kann man den Kauf mit sich vereinbaren? Darüber hinaus sollte man auch beim Erwerb von Keramik sein Oberstübchen einschalten und darüber nachdenken, wie sich diese Vorgehensweise auf den regionalen Markt auswirkt. In Österreich haben wir beispielsweise eine unglaublich wertvolle Keramik-Tradition, die aber leider Gottes immer mehr von den günstigen Importen bedrängt wird. Die qualitativ hervorragende Keramik des heimischen Herstellers kann natürlich nicht mit den billigen Produkten aus Asien und Co mithalten, dafür ist das regionale Handwerk einfach zu weit entwickelt.
Als Konsument sollte man also auch beim Kauf von Keramik darauf achten, das nicht nur der Preis stimmen sollte, sondern auch die Herkunft des Produktes. Ganz allgemein gesprochen sollten wir in unserer Gesellschaft diese Denkweise mehr verbreiten und somit sollte dies mehr ins Bewusstsein der Menschen kommen, denn häufig ist nicht die Moral oder dergleichen an diesem eher rücksichtslosen Kaufverhalten Schuld, sondern ganz einfach die unzureichende Information gepaart mit einem unglaublichen, fast schon sündhaften, Preis. Die Herstellung hochwertiger Keramik kann in Österreich als Kulturgut angesehen werden und jeder, der sich für den Kauf von den wertvollen Produkten der heimischen Hersteller entscheidet kann einen wertvollen Beitrag zu Aufrechterhaltung dieses Handwerks leisten.
Ein Gastbeitrag von Katharina Weber (Verantwortlich für den Inhalt)




